Viel Zuspruch beim rot-weißen ‚Showdown' der Sommerpause –
zum „I. FSV-Vereinstag" präsentierten sich alle 12 Teams in einer Veranstaltung.
[Prenzlau, gh.] Die größten Sorgen hatten die verantwortlichen Organisatoren des FSV Rot-Weiß Prenzlau bis zuletzt wegen der düsteren Wetterprognosen für den vergangenen Sonntag, immerhin sollten doch 20 Teams aus 7 Vereinen in allen Altersklassen ein umfangreiches Turnier absolvieren. Doch der Wettergott bewies sein Interesse am Fußball und verschonte alle Beteiligten vom vorhergesagten Regen und Sturm. Schon die Begrüßung durch Vereinschef Ingo Petschick geriet feierlich und emotionsreich, der Vorsitzende des FSV-Vorstandes freute sich über die rege Beteiligung, zeigte sich allerdings auch enttäuscht darüber, dass kein Vertreter der Stadt und der Sponsoren der langfristigen Einladung gefolgt waren.
Bevor der Ball dann rollen konnte, verabredeten die Trainer der F-Junioren Frank Brinkmann (FSV) und Marco Wiethüchter (SV Grün-Weiß Ferdinandshof), statt des geplanten Turniers ein verlängertes Einzelspiel auszutragen. Die Jüngsten (8/9 Jahre, Jahrgang 2003/04) trennten sich am Morgen in einem spannenden Duell letztlich schiedlich-friedlich mit 4:4, wobei für Prenzlau Gené Groth und Stanley-Elia Krüger jeweils doppelt erfolgreich waren.Die Zuschauer hatten sich im weitläufigen Stadionrund früh zu entscheiden, denn der jüngere Nachwuchs musste alle seine Spiele leider fernab auf dem 2. Nebenplatz austragen. Zeitgleich mit den F- starteten auch die E-Junioren in ihr Turnier, wobei zunächst die I. FSV-Auswahl die „Zweite" deutlich mit 5:1 schlug. Während die Gäste des USV Passow durch zwei Treffer von Tom Bölk Prenzlaus II. Auswahl besiegte, setzten sich im abschließenden Match erneut die Kicker von Frank Brinkmann klar mit 5:0 durch und gewannen das Turnier souverän. Für den FSV traf Michael Demcenko gleich 7-mal und dominierte die Torrangliste deutlich. Als die F- und E-Junioren erschöpft vom Nebenplatz zurückkehrten, da kickten die rot-weiße C-Auswahl noch immer auf dem Hauptplatz – und wie: bereits nach 11 Minuten zirkelte Danny Blume das Leder für die Gastgeber geschickt am Schlussmann des FSV Basdorf/Klosterfelde, Florian Schweitzer, vorbei in die Maschen und erhöhte 3 Minuten später auf 2:0. Insgesamt erzielte der 13-Jährige ebenso 3 Treffer, wie sein Stürmer-Kollege Jann-Philipp Höppner. Zudem traf Paul Schön zum zwischenzeitlichen 6:2. Die durch die Trainer Kai Fischer und Thomas Winkelmann frisch geformte Prenzlauer Viererkette allerdings musste auch 4 Gegentore durch Patrick Müller (2), Nicklas Bermich und Marcel Petrahn hinnehmen, ohne dass der deutliche 7:4-Sieg am Ende je in Gefahr geriet.Direkt im Anschluss traten die B-Junioren auf dem 1. Nebenplatz gegen ihre gleichaltrigen Kontrahenten von der SG aus Woldegk an und lösten ihre Aufgabe mit 9:0 Toren mehr als souverän. Und dies gar mit Folgen, denn dieses deutliche und überzeugende Duell reichte für die bestens aufgelegte Mannschaft von Burkhard Wagner und David Blume am Ende der Veranstaltung gar zum knappen Sieg in der (gänzlich inoffiziellen) Wertung des gesamten I. Vereinstages des FSV, das hatte so sicher niemand vorher getippt.
Währenddessen tobten die D-Junioren weiter über beide „halben Felder" des 2. Nebenplatzes. Neben drei FSV-Mannschaften traten je eine Mannschaft des VfB Gramzow und des Torgelower SV Greif an. In den 10 Partien des Systems „jeder gegen jeden" fielen unglaubliche 68 Tore, fast die Hälfte davon erzielten die „Greifen" (30). Die Jungs aus Torgelow absolvierten scheinbar mühelos ihre 4 Duelle und bestimmten am Ende deutlich das Turnier der 12- und 13-Jährigen. Die Prenzlauer Teams mussten sich allesamt ihren Gästen geschlagen geben, Gramzow verlor das entscheidende letzte Match gegen den SV mit 2:5 und erreichte einen sicheren Vize-Rang. Für die Gäste aus Vorpommern aber hatte sich die lange Anreise gelohnt, sagenhafte 30:2 Treffer sorgten für eine nie gefährdete Tabellenführung und damit den Turniersieg. Artig gratulierten die geschlagenen Mannschaften – ein tolles und begeisterndes Turnier.
Inzwischen nahmen bereits deutlich mehr Zuschauer auf der Tribüne Platz, denn immerhin stand der nächste Höhepunkt der Veranstaltung an – das „Duell der Generationen". Hierbei stellte sich die II. Herrenmannschaft des FSV ihren Kollegen von der A-Junioren-Abteilung – ein ewiges Prestige-Duell. Bereits nach 10 Minuten rückte der Kapitän des rot-weißen „Reserve"-Teams, Andreas Lemcke, die Fronten zurecht – nach tollem Anspiel lupfte er das Leder von halb-links punktgenau über den chancenlosen Keeper der A-Junioren, Nico Hannemann, zum 0:1 in die Maschen. René Storbeck erhöhte mit 2 Toren auf 0:3 (16., 21.) ehe Stürmer Kai Fischer zum vierten Mal für die „Zweite" einnetzte (35.). Den ersten Treffer für die inzwischen klar unterlegenen Youngsters besorgte Max Riesenberg wunderschön und kurz vor der Pause. Nach dem Wechsel erhöhten wieder Andreas Lemcke (48., 74.), Sebastian Turowski (70.), Silvio Ulrich (83.) und erneut Kai Fischer (90.) zum letztlichen 9:2-Endstand – überraschend hoch und doch wunderbar anzuschauen. Auf dem 1. Nebenplatz duellierten sich derweil die „Alten Herren", wobei die Gäste der SG aus Woldegk am Ende klar die Nase vorn hatten. Mit 2:4 unterlagen die uckermärkischen Kreisligisten deutlich, und doch fand auch dieses Match breiten Anklang insbesondere bei den langjährigen Vereinsmitgliedern und Zuschauern im Uckerstadion.
Der Höhepunkt der Veranstaltung aber sollte noch folgen, jeweils direkt aus ihren Trainingslagern angereist standen sich die Landesliga-Teams des FSV und der TSG Neustrelitz II (Mecklenburg-Vorpommern) zum letzten geplanten Testspiel vor dem Saisonstart gegenüber. Den vollständigen Spielbericht stellt der FSV gesondert auf seiner Internet-Plattform zur Verfügung (www.rot-weiss-prenzlau.de).
Nach fast 9 Stunden purer Fußball-Freude mit viel Engagement und Begeisterung endete ein anstrengender, insgesamt aber auch rund´rum erfolgreicher Saisonauftakt für den FSV, der sich insbesondere bei der Stadt Prenzlau und den viele fleißigen Helfern bedankte. 246 Spieler aller Altersklassen sorgten für 132 Tore in 19 Partien (Schnitt 6,9 Tore/Spiel), lediglich ein einziges Remis durften die Beobachter notieren (4:4 der F-Junioren, s.o.). Zudem besuchten am ganzen Tag fast 450 Zuschauer diese bislang einzigartige Sportparty des Vereins. „Ich bin froh, dass wir diese Premiere so hinbekommen haben!", sagte Ingo Petschick im Nachgang erleichtert und gleichwohl geschafft. Auch der Wettergott hatte den ganzen Tag doch noch ein Einsehen und vertrieb die drohenden Regenwolken konsequent. Und so halfen nicht nur Ingo Petschick und seine Vorstandskollegen fast die gesamte Turnierzeit über bei der vom erfahrenen Catering-Chef, Jürgen Becker, geleiteten Versorgung der fast 700 Aktiven, Eltern, Verwandten und Zuschauer. „Ich hätte natürlich gern viel mehr von den Spielen gesehen, gerade von den Junioren...", gestand der 44-Jährige, „...aber da geht natürlich das Gelingen des Ganzen deutlich vor!" Auch beim Abbauen und Aufräumen danach waren alle fleißig dabei, und so kam jeder gerade noch pünktlich zum mit Spannung erwarteten Bayern-Match vor den Fernseher. Möge die anstehende Saison so begeisternd und erfolgreich verlaufen, wie dieser Einstand eine Woche zuvor!
FSV Rot-Weiß Prenzlau e.V.
