Spielberichte
Rot-Weiße B-Junioren mit starkem Auftritt beim Hallenturnier in Berlin.
[Berlin, db.] Das Prenzlauer B-Jugendteam rehabilitierte sich beim 17. Neujahrsturnier des 1. FC Marzahn 94 in Berlin mit einer spielerisch sehr überzeugenden Leistung und ließ damit die blamable Vorstellung vor Wochenfrist beim „local energy"-Cup in Schwedt vergessen. 24 Teams aus verschiedenen Spielklassen kämpften an zwei Tagen um die Pokale. Dabei überraschten die Rot-Weißen als eines der spielstärksten Teams und belegten am Ende den 6. Platz, allerdings war sogar noch viel mehr drin!
Prenzlau startete nicht gut in ihrer Vorrundengruppe. Im ersten Spiel kamen die Uckermärker trotz drückender Überlegenheit nicht über ein torloses Remis gegen den späteren Turnierletzten, der SG Schönfließ hinaus. Dann vergaben Felix Schultz und Pascal Sy zunächst klarste Torchancen gegen den Lichterfelder FC. Weil bei Eckbällen die Zuordnung in den Prenzlauer Reihen nicht stimmte, konnten die Berliner am Ende einen sehr glücklichen Sieg bejubeln. So wurde bereits das dritte Spiel zum ersten Endspiel für die Schützlinge von Burkhard Wagner und David Blume gegen Blau-Gelb Berlin. Die FSV-Auswahl musste siegen, um noch die Finalrunde zu erreichen, so stellten die Trainer personell um: für Marcel Benz rückte der mannschaftsdienlichere Tom Ellinger in den ersten Block, und das fruchtete sofort. Tim Busse brachte die Rot-Weißen mit zwei herrlichen Treffern in Front, bevor Eric Warncke den 3:0-Endstand besorgte – geschafft!
Danach erlebten die Uckermärker gegen den gastgebenden 1. FC Marzahn 94 ein Wechselbad der Gefühle. Prenzlau drückte permanent auf das gegnerische Tor, allein Felix Schultz ließ drei Großchancen ungenutzt. Max Riesenberg spielte Torwart und Libero in Personalunion, drei Minuten vor Ultimo war es ein Befreiungsschlag der Berliner, der knapp über den aufgerückten 16-Jährigen hinweg ins Prenzlauer Tor segelte – 0:1. Doch 50 Sekunden vor Ende der Partie verspekulierten sich die Hausherren, als der Unglücksrabe mit strammen Linksschuss zum Ausgleich traf. Noch lief die Uhr, da erkämpfte sich Tim Busse den Ball und legte sauber in die Mitte quer. Tom Ellinger hätte seine eigene gute Leistung mit dem wichtigen Siegtreffer krönen können, doch er hämmerte das Leder an den Pfosten des leeren Tores. Die Spieler und Trainer beider Mannschaften lagen nach dieser dramatischen Partie platt am Boden, Marzahn war draußen und Prenzlau nun auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen. Mit einem Sieg über Lok Eberswalde war die Finalrunde zwar noch drin, doch die Barnimer mauerten. Umständlich agierte der FSV, ehe jener Tom Ellinger zum wichtigen und viel-umjubelten 1:0 traf. Der Sieg wackelte zwar noch, aber als sich die Eberswalder durch eine Tätlichkeit und folgendem Platzverweis selber schwächten, schaukelten die Uckermärker den Vorsprung sicher über die Zeit - die Finalrunde war als Gruppenzweiter erreicht.
Am zweiten Turniertag kämpften die Rot-Weißen zunächst gegen die eigene Nervosität. Beim 0:0 gegen den SV Karow war das Glück auf Prenzlauer Seite, jedoch nur in diesem Spiel. Es schloss sich eine der sehenswertesten Begegnungen des gesamten Turniers an, als der FSV dem späteren Finalisten Berliner AK knapp und unglücklich mit 2:3 unterlag. Besonders Tim Busse lieferte sich immer wieder packende Duelle mit dem starken Mohamed Touré. Sowohl Busse, wie auch Touré erzielten im Laufe dieses Spiels je zwei toll heraus gespielte Treffer. Wieder aber verschliefen die Rot-Weißen eine Freistoßsituation, die das Spiel zugunsten des BAK entschied. Auf ähnlich hohem Niveau wollten die Uckermärker dem BFC Dynamo begegnen, doch die machten einfach nicht mit. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor – das des BFC. Aber die Chancenverwertung: Eric Warncke, der gleich in zwei Situationen freistehend am Keeper scheiterte, wie auch Pascal Sy (Außennetz), waren dem Siegtreffer noch am Nächsten. Der FSV musste gewinnen und warf in der Schlussphase auch Keeper Max Riesenberg mit nach vorn. Das nutzte Urim Nerjoroy, der in der Schlusssekunde per Konter zum 0:1 traf. Die Uckermärker beendeten diese Gruppe auf Platz 3.
Im Spiel um Platz 5 ging es für den FSV wieder gegen den starken Lichterfelder FC, der nur äußerst knapp das Halbfinale verpasste. Wieder nutzten die Uckermärker ihre klaren Chancen nicht. Pascal Sy und Tim Busse scheiterten am starken LFC-Torwart Pascal Kühn. Dann die Schlüsselszene des Spiels: Tim Busse steuerte frei auf das LFC-Tor zu und wurde entscheidend am Trikot gehalten. Die Rot-Weißen haderten kurz mit dem Schiedsrichter und kamen dadurch nicht pünktlich zurück, sodass Maximilian Hofmann im Gegenzug das 0:1 besorgen konnte. Dabei sollte es bleiben – ärgerlich.
Turniersieger wurden am Ende die tollen Reinickendorfer Füchse, die in einem hochklassigen, mit vielen technischen Raffinessen gespickten Finalspiel den Berliner AK mit 5:2 bezwangen. Der dritte Platz ging an Victoria Frankfurt, die den BFC Dynamo mit 2:1 besiegte. Am Ende sollte das Prenzlauer Team viel Lob der Gegner für ihren spielstarken Auftritt ernten. Aufwendig und mit viel Einsatz erarbeiteten sich die Rot-Weißen all ihre Tore, jeder kleine Fehler hingegen wurde aber vom Gegner konsequent bestraft. Wer jedoch ins Finale will, muss seine Chancen einfach besser ausnutzen.
Prenzlau mit: Max Riesenberg, Eric Warncke, Pascal Sy, Marcel Benz, Tim Busse, Tom Busse, Tom Ellinger, Vincent Utech, Felix Schultz
Prenzlauer D-Junioren begeistern bei Hallenturnieren in Pasewalk und Berlin.
[Pasewalk, db.] Gleich zu zwei Hallenturnieren waren die D-Junioren des FSV Rot-Weiß Prenzlau am vergangenen Wochenende eingeladen. Beim Pasewalker FV fand am Samstag das „Neujahrsturnier für Nachwuchsmannschaften" statt. Die Prenzlauer reisten mit einem krankheitsbedingt aufgefüllten Team an, zeigten aber dennoch keine Schwächen. In der ersten der beiden Viererstaffeln trumpften die Uckermärker gleich mächtig auf und gewannen gegen die Gastgeber und das Team aus Neustrelitz. Zudem reichte es gegen die starken Penkuner zu einem torlosen Remis, was für beide Teams den Einzug ins Halbfinale bedeutete. Dort wartete mit den Pommern aus Greifswald die nächste Herausforderung, die die Schützlinge von Trainer Torsten Sy mit einem grandiosen 6:0 perfekt meisterten. Im zweiten Vorschlussduell mussten Penkun und die Auswahl aus Berlin-Wartenberg bis ins Neunmeterschießen, wobei die Hauptstädter am Ende knapp die Nase vorn hatten. Das finale 12-Minuten-Duell um den begehrten Titel dieses hochkarätig besetzten und perfekt organisierten Turniers hieß also Bundes- gegen Kreishauptstadt. Anders als noch zuletzt in der Liga nahmen die Prenzlauer den Kampf bestens an und führten früh mit 1:0 und 2:1. Durch einen starken Zwischenspurt aber drehten die favorisierten Wartenberger die unglaublich spannende Partie zum zwischenzeitlichen 2:3. Die Rot-Weißen aber zeigten ganz viel Herz und schafften letztlich doch noch das 4:3 und damit völlig überraschend den Turniersieg. Besonderen Anteil hatte Danny Blume, der für seine insgesamt acht Treffer – davon allein drei im Finale – als Torschützenkönig mit einem tollen Pokal geehrt wurde. Insgesamt eine großartige Leistung der jungen Prenzlauer FSV-Athleten, die in dieser Woche die nächste Herausforderung beim „Local Energy Cup" in Schwedt angehen werden.
Prenzlau mit: Maximilian Witt, Danny Blume, Eduard Demcenko, Florian Meylahn, Ronny Schulz, Danny Holz, Miguel Hartwig
[Berlin, dh.] Nur einen Tag später versuchte sich die 2. Auswahl der rot-weißen D-Junioren beim nächsten Hallenturnier, diesmal lud der VfB Eintracht zu Pankow nach Berlin. Gleich im ersten Match gegen die Gastgeber hatte Rot-Weiß mit mächtig viel Druck zu kämpfen. Philipp Stein zeigte tolle Paraden ehe der Pfosten Pate stand. Dennoch gingen die Berliner verdient mit 2:0 in Führung und ließen den Gästen keine Chance mehr. Im weiteren Verlauf des im Modus „jeder gegen jeden" ausgetragenen Turniers aber bot sich den Uckermärkern sogar noch die Möglichkeit auf den Vize-Rang. Dafür aber musste ein Sieg gegen die Auswahl aus Berlin-Wittenau her. Spannung pur bis 8 Sekunden vor Schluss: die Berliner trafen zum 1:0-Endstand, was letztlich Rang 4 für den FSV bedeutete. Und dennoch, von den sieben Toren erzielte Danny Holz allein vier und wurde zudem als „Bester Spieler" geehrt. Nach der tollen Veranstaltung dankten die Gastgeber den Prenzlauern besonders herzlich für das hervorragende Auftreten und luden sie direkt zum großen Pfingstturnier sowie zu Freundschaftsspielen nach Berlin ein.
Prenzlau mit: Philipp Stein, Miguel Hartwig, Florian Becker, Lucas Ulfig (1 Tor), Danny Holz (4, Bester Spieler) Kevin Ziesak (2), Janik Raubach
FSV Rot-Weiß Prenzlau e.V.
